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Block Iris Anna

2:3 Außwärtsniederlage beim Ligaauftakt in Freising

Die Volleyballdamen des TSV Deggendorf bestritten am Samstag ihr erstes Spiel der Saison 2017/18 in der Landesliga Süd-Ost. Wie beinahe alle Mannschaften in diesem Jahr ist auch der aktuelle Gegner im Münchner Umland beheimatet – der Bayernligaabsteiger SC Freising musste sich nach dem Abgang vieler Spielerinnen komplett neu aufstellen. Daher waren die Gastgeberinnen für TSV-Coach Sigi Strickert im Vorfeld auch schwer einzuschätzen, wobei der Fokus ohnehin auf der Abstimmung im eigenen Spiel lag. Acht Spielerinnen standen dabei zur Verfügung, so dass sich die Starting-Six beinah von selbst ergab: Kati Schulze führte Regie, Meika Kulzer spielte auf der Diagonalposition, Iris Herman und Steffi Biebl als Mittelblocker, Niki Sagmeister und Lisa Schwarz auf Annahme-Außen und Susi Lermer als Libera.

Der erste Satz war geprägt von großer Nervosität und vielen Aufschlagfehlern auf beiden Seiten, bis sich die Hausherrinnen über 9:7 und 17:12 deutlich absetzen konnten. Doch die Deggendorferinnen kämpften sich mit druckvollem Service von Lisa Schwarz und Steffi Biebl zurück und beim 23:23 war man wieder dran – das Spiel entwickelte sich nun zum offenen Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Gäste (28:26). Und ab diesem Zeitpunkt waren die TSV-Damen präsenter auf dem Feld und agierten im zweiten Abschnitt sicherer. So erspielte man sich über 12:8 und 18:16 eine deutliche 2:0 Führung (25:17). Diesmal war es vor allem Kapitän Iris Herman, die die Freisingerinnen mit ihrem Service unter Druck brachte.

Auch der dritte Satz starte verheißungsvoll, weil die Donaustäderinnen zunächst nahtlos weitermachten und häufig über die Außenpositionen wichtige Punkte erzielten. Beim 17:12 sah eigentlich alles nach einem deutlichen 3:0 aus – doch es bewahrheitete sich erneut die alte Volleyballweisheit, dass das Spiel erst zu Ende ist, wenn der letzte Ball auf dem Boden ist. Denn die Gastgeberinnen kamen angepeitscht von ihren zahlreichen Fans mit starken Aufschlägen zurück und hatten sich beim 22:22 Ausgleich in einen regelrechten Rausch gespielt. In dieser Phase fehlte den Mädels aus Deggendorf vor allem die stabile Annahme und die Abstimmung, was viele leichte Fehler und schließlich den Satzverlust zur Folge hatte (23:25).

Doch die Deggendorferinnen blieben auch im 4. Satz zunächst gut dabei (13:13), bis eine erneute Schwächephase den Freisingerinnen den einfachen Satzausgleich bescherte (18:25), woran auch die eingewechselte Anna Klamerth nichts mehr ändern konnte. Es musste also der Tie-Break nach bereits über 1,5 Stunden Spielzeit die Entscheidung bringen. Und hier starteten die TSV-Damen durch Aufschläge von Kati Schulze gut (4:0), doch auch hier kam der Einbruch durch eine Aufschlagserie des Gegners und man hatte nach dem 8:8 Ausgleich nicht mehr viel zuzusetzen (9:15). So bleibt den Deggendorferinnen nach dieser ärgerlichen Niederlage nichts weiter übrig als an der Konstanz in allen Spielelementen, vor allem aber in der Annahme, zu arbeiten. Dafür sind nun knapp vier Wochen Zeit, bevor man sich vor heimischem Publikum präsentieren darf (11.11.2017, 13 Uhr).